Datum: Wann ist Mariä Himmelfahrt 2025
Mariä Himmelfahrt ist am 15. August. 2025 fällt sie auf einen Montag. Über ein verlängertes Wochenende dürfen sich nur wenige Deutsche freuen, da dieser Tag lediglich im Saarland und einigen bayerischen Gemeinden als Feiertag gilt. Unten finden Sie mehr Informationen über die Feiertagsregelungen. Für die katholische Kirche gilt Mariä Himmelfahrt als Hochfest und genießt einen besonderen Stellenwert, angereichert mit dem verbreiteten Brauch der Kräuterweihe.
Wo ist Mariä Himmelfahrt ein Feiertag
Mariä Himmelfahrt ist ein Feiertag im Saarland. In Bayern ist dies von Gemeinde zu Gemeinde unterschiedlich. Gehören mehr katholische Anhänger zur Gemeinde, gilt der 15. August in dieser Gemeinde in Bayern in der Regel als Feiertag. Prüfen Sie daher speziell für Ihre Gemeinde, ob dieser Tag als Feiertag gilt. Der Rest Deutschlands geht ohne Feiertag aus.

Mariä Himmelfahrt steht für den Aufstieg Marias in den Himmel
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Mariä Himmelfahrt Bedeutung
Nicht nur die Interpretationen der Geschichte, auch die Namensgebung ist sehr vielfältig. So gilt dieser Tag auch als großer Frauentag, Maria Würzweih oder Büschelfrauentag.
Bemerkbar ist, dass Mariä Himmelfahrt heutzutage sehr unterschiedlich gefeiert wird. Im ländlichen Raum sind einige der Traditionen nach wie vor erhalten und werden gelebt. In städtischen Regionen und Großstädten sind viele Einzelheiten wie der Brauch verschwunden. Hier kommt man heutzutage meist durch Namensgebungen mit dem Festtag in Kontakt. Viele Kindergärten oder öffentliche Einrichtungen, sowie Kirchengemeinden wählten den Namen Mariä Himmelfahrt.
Eine klare Unterscheidung lässt sich auch zwischen Protestanten und Katholiken erkennen. Erstere feiern das Fest nicht - auch die Entscheidung über die Feiertage, die an dem Anteil an Katholiken in der Gemeinde festgemacht wird, zeigt eine klare Trennung der Ansichten. Teilweise wird der 15. August in evangelischen Kirchen als Gedenktag der Maria verstanden. Das Aufsteigen Marias in den Himmel ist jedoch nicht Teil des Glaubens und wird daher nicht an diesem Tag gefeiert.
In unterschiedlichen Kreisen wird Mariä Himmelfahrt auch unterschiedlich betrachtet. In Italien beispielsweise gilt der 15. August unter dem Namen Ferragosto auch als Feiertag. In der orthodoxen Kirche hingegen wird ein zweiwöchiges Fasten vor dem Fest praktiziert.

Eine Kirche und ihre Brauchtümer
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Mariä Himmelfahrt Bräuche
Die Kräuterweihe ist der zentrale Brauch hinter Mariä Himmelfahrt. So ringen sich zahlreiche Symbole um die Kräuterweihe und die Auswahl der Kräuter.
Auch die Kräuterweihe geht auf eine Geschichte zurück. Bei der Öffnung von Marias Grab soll man nicht etwas den Leib Marias vorgefunden haben, sondern Rosen und Lilien. Daraus entstand der Brauch, Kräuter zu sammeln und diese zu einem Büschel zu binden. Dieser wurde anschließend geweiht.
Für den Kräuterbuschen gibt es klare Regeln. Er ist nicht nur eine Zusammensetzung von Pflanzen, sondern ein Bündel an Bedeutungen, das hinter diesen steckt.
Demnach sollen mindestens sieben Kräuter enthalten sein. Auch sollte die Anzahl an Kräutern eine Bedeutung haben. Die Zahl sieben beispielsweise steht für die Anzahl der Schöpfungstage oder auch die sieben Sakramente. 12 Kräuter könnten als Symbol für die 12 Apostel stehen. Und die Zahl 99 erinnert an das Gleichnis der 100 Schafe. Eine Vielzahl von 12 ist ebenfalls möglich, symbolisch stehend für die 12 Apostel. Die eine Zahl gibt es also nicht, nur soll es eine “besondere” Zahl sein, die man sich aussucht.

Eine Kirche geschmückt von Pflanzen
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Heutzutage wird der Brauch meist gelebt, indem man einen Kräuterbuschen zusammenfügen und ihn zum Gottesdienst bringt. Dort wird er dann gesegnet. Daher spricht man von dem Begriff Kräuterweihe.
Früher bewahrte man die Kräuterbuschen im Haus auf, sie dienten als Schutz. Bei Unglücksmomenten oder Krankheiten kamen sie zum Einsatz, indem man sie beispielsweise dem Tee hinzufügte. Sogar, wenn die zum Hof gehörenden Tiere krank wurden, mischte man dem Futter die Kräuter bei. Bei drohendem Gewitter verbrannte man sie im Kamin. Sie waren ein allgemeiner Schutz für Menschen, wenn es drohende Gefahren gab. Heutzutage ist dieser Teil des Brauches eher ausgestorben - die Kräuterbuschen werden meist einfach zuhause platziert, oft neben einem Kreuz.

Auf die richtigen Pflanzen und Kräuter kommt es an
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Mariä Himmelfahrt Ursprung
Mariä Himmelfahrt markiert jenen Tag, an dem Maria in den Himmel aufgenommen wurde. So sagen es die Katholiken. Interessanterweise stammen die ersten schriftlichen Berichte darüber aus Ägypten, geschätzt wird die Entstehungszeit auf das 4. Jahrhundert. Erste Erwähnungen in der katholischen Kirche soll es im 9. Jahrhundert gegeben haben.
Interessant ist, dass es verschiedene Überlieferungen gibt, die sich in den Details unterscheiden. Heutzutage versuchen Menschen, verschiedene Überlieferungen und Aufzeichnungen zusammenzubringen, um den “wahren” Ablauf zu rekonstruieren. Dies gestaltet sich aufgrund der langen Historie als herausfordernd, sodass es nach wie vor keine hundertprozentige Eindeutigkeit gibt.
Gerade bei derartigen historischen Ereignissen stellt sich die Frage, welche Erkenntnisse und Wissensstände anerkannt werden. Deshalb erließ Papst Pius XII. ein Dogma dazu. Damit erklärt er die Geschichte zum festen und bestätigten Inhalt der römisch-katholischen Glaubenslehre. Vereinfacht könnte man sagen: Papst Pius XII. hat die Entscheidung im Sinne der Kirche getroffen, dass diese Geschichte wahr ist und zum Glauben gehört.
Bereits seit dem 10. Jahrhundert wird die Tradition gefeiert. Und auch der Zeitpunkt soll einen Grund haben: Mitte August waren die Kräuter und Getreide entsprechend reif. Schaut man genauer hin, lassen sich sehr viele Zusammenhänge zwischen dem Aufstieg Marias, der Natur und den Kräutern finden. Darunter auch die Benennung vieler Pflanzen mit Maria oder Marie im Namen, beispielsweise Marienblühmchen.

Der Glauben: So gleich und doch so individuell
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Die wichtige Bedeutung Marias
Maria spielt eine zentrale, symbolische Rolle. Die Mutter Gottes, die ein irdisches Leben erfährt und anschließend die Erlösung und Aufnahme in den Himmel erfährt. Damit symbolisiert sie im Allgemeinen, dass genau diese Erlösung von irdischen Menschen möglich ist. Getreu dem Motto: Maria hat es vorgemacht. Wir können ebenfalls erlöst werden.
Genau wie Mariä Himmelfahrt rühmen sich auch um Maria unterschiedliche Überlieferungen. Während die Überlieferung von Marias Sündenfreiheit spricht, enthält die Bibel diese Information nicht. Frei von jeder Sünde konnte Maria nach ihrem Tod direkt in das Paradies eintreten und Gott darin begegnen.
FAQ zu Mariä Himmelfahrt 2025
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Wann ist Mariä Himmelfahrt 2022?
Mariä Himmelfahrt ist am 15. August. 2022 und fällt dieses Jahr auf einen Montag. Der Feiertag wird je nach Region und Zugehörigkeit zum evangelischen oder katholischen Glauben sehr unterschiedlich betrachtet.
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Was ist Mariä Himmelfahrt?
Ein katholisches Fest. Gefeiert wird der Aufstieg Marias in den Himmel. Dabei gilt der Tag nur in sehr wenigen Orten Deutschlands als Feiertag. Im Kern steht der Brauch der Kräuterweihe.
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Welche Kräuter gehören in den Kräuterbuschen zu Mariä Himmelfahrt?
Sieben müssen es mindestens sein, eine starke Bedeutung sollte die Anzahl an Kräutern haben und nicht alles sollte rein. Der Kräuterbuschen scheint von außen wie eine Wissenschaft für sich, hat man noch nie einen eigenen Kräuterbuschen kreiert. Bringen wir etwas Licht ins Dunkle.
Während es ursprünglich sehr feste und strikte Regeln gab, was in den Kräuterbuschen durfte und was nicht, ist man heute, wie in vielen Normen und Bräuchen, etwas offener. Ursprünglich waren es nämlich nur wildwachsende Heilpflanzen, die hineindurften. Heutzutage dienen auch Gartenblumen als Bestandteil.
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Diese 7 Kräuter sind Hauptbestandteil:
Arnika, Johanneskraut, Kamille, Königskerze, Salbei, Spitzwegerich, Wermut.
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Folgende Pflanzen und Kräuter können ebenfalls enthalten sein (alphabetisch sortiert):
Alant, Baldrian, Beifuß, Blutweiderich, Dost, Eisenkraut, Enzian, Frauenmantel, Großer Wiesenknopf, Haselnusszweige, Johanniskraut, Kamille, Klee, Kornblume, Königskerze, Labkraut, Leinkraut, Odermenning, Quendel, Rainfarn, Rohrkolben, Schafgarbe, Tausendgüldenkraut, Wasserdost, Wiesenknopf, Wegwarte, Weidenröschen, Wermut.
Selbst bei Alantblüten soll es damals in gewissen Regionen eine Bedeutung gehabt haben, wie viele dieser man dem Kräuterbuschen beifügt. Die Anzahl der Alantblüten konnte zum Beispiel für die Anzahl der Kühe, Menschen und der Pferde auf dem Hof stehen.
Auch ist den einzelnen Bestandteilen eine Bedeutung zugewiesen. Rosmarin beispielsweise repräsentiert den Mut, während Salbei für Wohlstand und Erfolg steht. Möchte man sich intensiv mit dem Kräuterbuschen auseinandersetzen, so kann man mit den Bestandteilen genaue Symbole und Bedeutungen wählen. Insbesondere in der Vergangenheit war das von Bedeutung, da die Kräuterbuschen als Schutz galten.