GGastnutzerSonntag, 25. Januar 2026, Bewölkt
In letzter Zeit war ich etwas unproduktiv, deshalb habe ich mir eine Auszeit gegönnt. Ich habe auf Baidu nach Sehenswürdigkeiten in der Provinz Hunan gesucht und entdeckt, dass „Furong Town“ mit Liu Xiaoqing in der Hauptrolle dort liegt. Also habe ich über Ctrip gebucht.
Ich denke oft: Wenn man in einer Stadt ankommt und abgeholt und wieder zurückgebracht wird, verkürzt das die Distanz zur Stadt sofort und man fühlt sich weniger fremd. Außerdem vermittelt es die Herzlichkeit der Stadt und stärkt die Verbindung zu ihr. So war es auch bei dieser Reise.
Normalerweise werden Hotelinformationen per SMS verschickt, inklusive Ankunftszeit, Adresse und Kontaktdaten. Diesmal war es anders; ich wurde telefonisch kontaktiert. Die Hausdame, Frau Zhang, informierte mich ausdrücklich über den kostenlosen Shuttleservice des Hotels. Wir fügten uns dann gegenseitig auf WeChat hinzu und bestätigten nicht nur die genaue Ankunftszeit in Furong, die Gruppengröße und das Gepäckvolumen, sondern schickten mir auch die Zeiten und Orte für Frühstück, Mittag- und Abendessen sowie Details zu Wäscherei, Fitnessraum, Kinderspielplatz, Parkplatz usw. – wirklich sehr detailliert. Das Hotel war das Annai Xizhouji Hotel (Filiale Furong Town Scenic Area).
Der Hochgeschwindigkeitszug kam pünktlich am Bahnhof Furong an, und Butler Xiang wartete bereits mit einem Schild am Ausgang. Ich schüttelte ihm die Hand; sie war zwar kühl, aber mein Herz wurde sofort warm. Ich sagte sofort zu Butler Xiang: „Es tut mir leid, dass ich Sie belästigt habe.“ Butler Xiang geleitete mich zum Parkplatz und stellte sich dabei vor: „Mein Nachname ist Xiang, Sie können mich einfach Xiao Xiang nennen.“ Er war sehr bodenständig. Das Auto war schön, sauber und geräumig. Ich dachte: Das nenne ich Professionalität. Wenn ich reise, holen mich viele Kollegen und Kommilitonen aus dem ganzen Land ab, manche in klapprigen Autos, was mir die Fahrt verdirbt. Butler Xiang zeigte auf die zwei Flaschen Brunnenwasser vom Aniad Hotel im Auto und sagte: „Das Wasser steht für Sie bereit, es ist kostenlos.“ Er erzählte mir unterwegs auch: „Unser Hotel hat zwei solcher Fahrzeuge speziell für den Transfer.“ Während die handwerkliche Ausstattung des Hotels seine Qualität unterstreicht, zeugen Butler wie Zhang und Xiang auch von seinem freundlichen und zuvorkommenden Service! An manchen Orten wurde zwar ein Shuttle-Service beworben, aber die Wartezeit auf den vorherigen oder nächsten Bus betrug oft zwischen einer halben und einer ganzen Stunde, sodass ich mir im Nachhinein lieber ein Taxi hätte nehmen sollen.
Unterwegs erklärte mir der Butler proaktiv die kostenlosen Serviceleistungen und beantwortete alle meine Fragen. Er erzählte mir auch von der Altstadt und den Sehenswürdigkeiten und erwähnte schließlich Eintrittspreise und Öffnungszeiten. Schon bald erreichten wir unser „Zuhause“ und übergaben mich dem Gastgeber. Dieser wiederum übergab mich an die Rezeption. Ich sagte: „Nicht nötig, bitte gehen Sie Ihren Angelegenheiten nach, seien Sie nicht so höflich.“ Doch die reibungslose Übergabe zeugte von ihrer Professionalität und der Einhaltung der Abläufe. Beim Einchecken fiel mir der „Kaltwasserbrunnen“ auf, und ich fragte danach. Die stets freundliche Rezeptionistin erklärte mir alles gern.
Das Hotel war wirklich schön, Baujahr 2023, wie meine Fotos zeigen. Da ich normalerweise schlecht schlafe, wurde ich – gemäß meiner Online-Buchung – im sechsten Stock, dem obersten Stockwerk, untergebracht.
Sicherheitshalber schrieb ich gestern Abend um 22:43 Uhr, am Tag vor meiner Abreise, den beiden Zimmermädchen Zhang und Xiang eine Nachricht per WeChat und SMS: „Ich reise morgen früh um 9:30 Uhr ab, danke!“ Ich erhielt umgehend Antworten. Heute Morgen um 9:24 Uhr schrieb mir Zimmermädchen Zhang per WeChat: „Hallo, ich warte am Eingang im Untergeschoss auf Sie.“ Vielleicht liegt es an meinem Alter, aber immer wenn ich zu spät zum Zug oder zur Bushaltestelle komme, werde ich extrem nervös. Eine vorher vereinbarte Zeit ist mir sehr wichtig. Mich so frühzeitig zu informieren, ist wie eine große Erleichterung: kein Stress mehr. Beim Auschecken gab mir die Rezeptionistin eine kleine Tüte mit einer lokalen Spezialität: Beerentee. Da ich oft lange aufbleibe, ist Tee mein Lieblingsgetränk; Tee zu genießen ist wie das Leben zu genießen.
Auf dem Weg zum Bahnhof unterhielten wir uns. Ich schlug vor, dass sie überlegen könnten, in der Nebensaison Apartments zu vermieten, zum Beispiel an Schriftsteller und Künstler, die einen Monat zum Schreiben einplanen; sie könnten sich dann um deren Verpflegung, Kleidung und Unterkunft kümmern. Auch Familien, die sich erholen möchten, könnten bevorzugte Behandlungen angeboten werden. Die Reinigungskraft fragte mich besorgt, wie ich geschlafen hätte und ob es etwas gäbe, was wir hätten besser machen können. Das erinnerte mich an den Beerentee, dem antioxidative, stoffwechselregulierende und schlaffördernde Wirkung nachgesagt wird. Und dass ein lokales Privatunternehmen einen so engagierten, professionellen, qualitativ hochwertigen und standardisierten Service bietet – ist das nicht wie ein „Beerentee“? Er hilft, neue Energie zu tanken und gestärkt an den Arbeitsplatz zurückzukehren. Wir alle tragen zu einem gesunden China bei und leisten unseren bescheidenen Beitrag zur großen Wiederbelebung der chinesischen Nation.
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