GGastnutzerWährend der Feiertage zum Nationalfeiertag reisten meine Frau und ich nach Hangzhou. Wir stießen zufällig auf den „Ersten Brunnen von Qiantang“ in der Nähe des Trommelturms und sahen, als wir uns umdrehten, das Schild von „Youwang Meicen“, das vor poetischem Charme nur so strotzte. Unter dem Schild betrachteten oder fotografierten viele Touristen es. Bei genauerem Hinsehen entdeckten wir ein einzelnes Verspaar in zarter Goldschrift: „Eine Akademie, zwei Teestuben, drei Lehrer, vier oder fünf Gästezimmer, Bücher über die Fünf Klassiker und Sechs Künste, sieben oder acht Schalen Kaffee am Morgen und Wein am Abend, neun gedämpfte Gerichte, die Musik, Schach, Kalligrafie, Malerei, Poesie, Wein, Tee und Düfte umfassen – wahrlich erstaunlich!“ Die einfache Zahl eins bis zehn fasste alles zusammen, was diesen Ort ausmachte. Ich konnte nicht anders, als den Einfallsreichtum des Besitzers zu bewundern. Da wir noch keine Unterkunft gebucht hatten, suchte ich in der „Ctrip Reise-App“ und fand, wie im Lotto gewonnen, ein Gästehaus namens „Youwang Meicen“. Meine Frau und ich besprachen es und beschlossen, es noch am selben Abend selbst zu erleben, um zu sehen, ob es der Beschreibung in dem kurzen Vers wirklich gerecht wurde.
Anschließend stiegen wir die Stufen hinauf, meldeten uns an und begannen unser beispielloses Abenteuer mit einer Mischung aus Aufregung und Beklemmung. Am nächsten Morgen, nach einem Kater, öffnete ich verschlafen die Augen. War ich etwa durch die Zeit gereist? Das war eindeutig die blühende Südliche Song-Dynastie in Qiantang! Elegante weiße Vorhänge hingen herab, und pechschwarze Holzbalken ragten hoch in den Himmel. Würde es dort eine schöne Frau geben...? Diesen Teil werde ich nicht schreiben; ich kann mir nicht einmal vorstellen, wie es wäre, auf der Tastatur zu knien. Aber ich muss etwas Reales schreiben, nicht wahr? Hmm, ich hab's! Normalerweise schreibe ich gern klassische Gedichte, und hier konnte ich der Versuchung nicht widerstehen:
Eine Pavillonallee birgt ein Universum in sich,
Weiße Wände und schwarze Fliesen, wie ein eindringlicher Traum.
Bambus und Steine spiegeln die Eleganz der Akademie wider.
Eine grüne Lampe und vergilbte Schriftrollen lehnen am Geländer.
Jedes gedämpfte Gericht hat seinen ganz eigenen Geschmack.
Berauscht von edlem Wein gleite ich in einen tiefen Schlaf.
Wo finde ich die alten Träume der südlichen Landschaft?
Der uralte Charme der Song-Dynastie ist hier.
Genug geschwafelt, hier ist das Bild als Beweis:
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