Im Westen erheben sich die Taihang-Berge steil, ihre roten Felswände ragen empor. Beim Aufstieg zum Gipfel der Neun Jungfrauen offenbart sich erstmals die majestätische Pracht der Zhangshiyan-Landschaft. Schicht um Schicht aus Gestein, geformt von Jahrmillionen Wind und Regen, ragen die neun säulenartigen Steingipfel anmutig empor, wie Feen auf dem Berggipfel, die still den Wolken beim Auf- und Abstieg zusehen und so eine uralte Legende bewahren. Auf dem Weg die Stufen hinauf pfeift der Bergwind durch die Täler. In der Ferne wirken die roten Felswände wie ein Bildschirm; näher ragen steil abfallende Felsen gen Himmel. Eine ein Meter breite Klippe erstreckt sich über den Gipfel, auf der einen Seite eine tausend Fuß tiefe Schlucht, auf der anderen Seite eine gewaltige Bergkette. Oben angekommen, überkommt einen ein Gefühl der Unendlichkeit, als ob sich die Welt vor einem aufträte und aller Lärm der Welt verstummt wäre. Die Berge erstrecken sich endlos wie grüne Wellen, ihre Gipfel, manche geneigt, manche emporragend, alle natürlich geformt. Auch wenn die Mythen fern sind, bleibt die Schöpfung bestehen; die stummen Felsen bergen in sich die uralten Wechselfälle der Erde.