La Fonderie lädt Sie ein, die (post-)industrielle Vergangenheit der Region Brüssel zu entdecken. Der Besuch beginnt mit einer Erkundung des Geländes der ehemaligen Compagnie des Bronzes (1854–1979), einem metallurgischen Unternehmen, das sich auf die Herstellung monumentaler Statuen, Beleuchtungskörper und dekorativer Bronzeobjekte spezialisiert hatte. Diese Kunstgießerei, die sich neben dem Kanal befand, stand in einem der am stärksten industrialisierten Viertel Belgiens, das den Spitznamen "Klein-Manchester" trug, und diente als Symbol für das wirtschaftliche und industrielle Wachstum Brüssels vom frühen 19. Jahrhundert bis in die Nachkriegszeit.
Heute besteht das Gelände der Compagnie des Bronzes aus Ruinen, restaurierten Gebäuden, Grünflächen und erhaltenen Maschinen und bietet einen detaillierten und immersiven Einblick in die Organisation einer Fabrik.
Im zweiten Teil des Besuchs erkunden wir die Ausstellung "Made in Brüssel". Untergebracht in einer ehemaligen Industriehalle, die typisch für die Architektur dieser Epoche ist, ist die Ausstellung sowohl ungewöhnlich als auch faszinierend. Anhand von Maschinen, Werkzeugen und Alltagsgegenständen erzählt sie die Geschichte des täglichen Lebens während der Blütezeit der großen Industrien Brüssels, verteilt auf vier thematische Abschnitte: Holz, Metall, Textilherstellung und Lebensmittelproduktion.
Als Museum für Geschichte und Gesellschaft bietet La Fonderie eine einzigartige Perspektive auf die sozioökonomische Entwicklung der Stadt sowie auf technologische Innovationen, historische Zusammenhänge und alltägliche Praktiken – von der Industriellen Revolution im 19. Jahrhundert bis heute im Zuge der Deindustrialisierung.
