Das Mandarin Oriental an der Bucht von Navarino ist eine architektonisch sehr gelungene Anlage mit wunderschönen Ausblicken und gut ausgestatteten Suiten und Villen. Wer hier reserviert, wird auch beim teuersten Tarif zu 100%iger Vorkasse genötigt, die etliche Wochen im Voraus fällig wird. Obwohl das Hotel sich rein kaufmännisch einen kostenlosen Kredit beim Gast in 5-stelliger Höhe nimmt, kann der Gast seine Verzehrrechnungen nicht, wie sonst überall üblich, auf seine Zimmerrechnung anschreiben lassen, ohne dafür eine weitere Vorauszahlung von mehreren tausend Euro zu leisten. Wir wollten das nicht und haben daher meist bar bezahlt. Im Pool-Restaurant reichte einmal das Bargeld nicht, weil wir den Mitarbeitern ein großzügiges Trinkgeld geben wollten. Die Restaurantleiterin hat uns abgesprochen „ehrenwert genug“ zu sein, um wenige Euro auf die Rechnung setzen zu lassen. In Mitteleuropa kennen wir den Begriff des „Ehrenwerten Kaufmanns“. Dieser ist häufig in Griechenland und leider auch in diesem Haus gar nichts wert. Der Gast wird mit einer solchen Politik und der mangelnden Kompetenz mancher Mitarbeiter, wie hier im Pool-Restaurant, übel diskreditiert. Manch einer fährt daher vielleicht lieber nach Sylt, als sich hier so behandeln zu lassen. Wir haben das Gespräch mit den neuen Manager, Herrn Mazzurana, gesucht, der Verständnis dafür gezeigt hat, dass ein Gast nicht ständig vermittelt bekommen möchte, dass er nichts wert ist. Ein ehrenwerter Umgang miteinander sollte in beiden Richtungen selbstverständlich sein. Wir haben den Eindruck gewonnen, dass sich Herr Mazzurana dem Problem bewusst ist und nun eine andere Denke einkehren wird. Ohne den ständigen Eindruck, dass dem Gast misstraut wird, könnten wir das Mandarin Oriental Pylos uneingeschränkt empfehlen.