Wir übernachteten in Saimonin, einer buddhistischen Tempelherberge, und es war ein wirklich einzigartiges und unvergessliches Erlebnis. Das Zimmer war geräumig und im Ryokan-Stil eingerichtet, mit Gemeinschaftsbad und -duschen. Bitte beachten Sie, dass die Duschen nur von 17:00 bis 21:00 Uhr geöffnet sind. Die Flure und Zimmer waren recht kühl, aber mit der Klimaanlage auf 30 °C wurde es warm und gemütlich – der Temperaturunterschied zwischen drinnen und draußen war jedoch deutlich spürbar.
Das Abendessen wird pünktlich um 18:00 Uhr serviert: ein wunderschön zubereitetes vegetarisches Kaiseki-Menü. Wir dachten zunächst, es würde nicht satt machen, aber es war überraschend reichhaltig. Wir aßen im Hauptsaal auf dem Boden sitzend, jedes Paar durch eine kleine Trennwand getrennt, und trugen die bereitgestellten Yukatas, was zur friedlichen Atmosphäre beitrug.
Das Frühstück wird um 7:30 Uhr serviert, direkt nach der Meditation der Mönche um 7:00 Uhr, die faszinierend mitzuerleben war und unserem Aufenthalt eine starke spirituelle Dimension verlieh. Es gibt eine Sperrstunde um 21 Uhr, die wir aber sehr begrüßten – sie lud uns ein, zur Ruhe zu kommen, zu entspannen und die Stille der Tempelanlage in vollen Zügen zu genießen.
Verbesserungswürdig wäre der Zugang zu heißem Wasser am Abend. Wir erhielten beim Einchecken eine Thermoskanne mit heißem Wasser sowie kostenlose Matcha-Teebeutel und Kekse, was sehr nett war. Gegen 19–20 Uhr hätten wir uns jedoch gerne noch einmal heißen Tee zubereitet, konnten aber niemanden finden, den wir fragen konnten. Ein einfacher Heißwasserspender würde hier viel bewirken.
Die Mönche waren sehr zurückhaltend und wenig kommunikativ, und es gibt keinen Gemeinschaftsraum. Daher ist der Aufenthalt eher individuell als gesellig.
Insgesamt ist es ein ganz besonderer Aufenthalt, den wir wärmstens empfehlen können. Er ist absolut lohnenswert für alle, die eine ruhige und kulturell bereichernde Erfahrung suchen.
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